DIE PYRAMIDEN VON PONTASSIEVE  

FOTO Google Earth. Der Schattenwurf der 3 Hügel in Bildmitte lässt eine Pyramidenstruktur unter der Vegetationsschicht vermuten.

ITALIEN ist das Land der meisten historischen Monumente und Artefakte bis in die älteste Vergangenheit zurück. Archäologische Ausgrabungen fördern täglich Neues, Unbekanntes zutage. Neuerdings mehren sich die Berichte über mysteriöse Strukturen: Hügelformationen, die frappierende Ähnlichkeit mit Pyramiden haben. 

Einer dieser Berichte stammt von Stefano Menghetti, dem eine Formation von 3 pyramidenähnlichen Hügeln 14 km östlich von Florenz in der Ortschaft PONTASSIEVE aufgefallen ist. Fährt man von Florenz Richtung Osten nach Rosano, dann sieht man ca. 1 km vor Pontassieve, auf der rechten Seite, 3 pyramidenförmige Hügel. Sie haben unterschiedliche Höhen und stehen im geometrischen Muster zueinander wie die Gürtelsterne des Orion, ganz genauso wie die berühmten Pyramiden von Gizeh.

Die Pontassieve-Hügel sind N-O orientiert mit einem Flankenwinkel von ca.45°, während die Pyramiden von Gizeh exakt N-S orientiert sind und einen Flankenwinkel von 52° 52 Minuten aufweisen.

 

Dieser erste Bericht von Menghetti hat natürlich unsere Neugier geweckt und veranlasste uns, seine Beobachtungen und Untersuchungen umgehend zu überprüfen.

 

Hier der Bericht von Gabriele Lukacs:

  1.  Wir haben zunächst ein Satellitenfoto der Pontassievehügel studiert und konnten wirklich die Schatten einer Pyramidenstruktur darauf wahrnehmen. Auf obigem Foto von Google Earth erkennbar.                                                 
  2. Der Neigungswinkel von ca.45° (möglich 43°?) stimmt erstaunlicherweise mit dem Breitengrad (Koordinaten: 43° N/ 11° O) überein.                                                                                                                                                                                      
  3. Die Höhe des größten Hügels von 140 m, die sich aus der Differenz zwischen Meereshöhe Basis und Gipfel ergibt, läßt auf ein monumentales Bauwerk schließen, welches mit der Cheopspyramide (heute 137m ohne Spitze) ident wäre!
  4. Als nächstes suchten wir nach schriftlichen Dokumenten. Leider ist uns nicht bekannt, ob diese Hügel archäologisch oder sonst spezifisch untersucht wurden. Auch kennen wir keine historischen Dokumente, welche über frühere Funde berichten. Die Literatur zum Thema ist also nicht präsent. Sollte jemand irgendetwas wissen, bitten wir um Hinweise.
  5. Gibt es Vergleichbares in Europa? Ja, tuallererst die 2005 entdeckten Hügel in Bosnien, welche seit 2 Jahren ergraben werden.  In Italien selbst sind es seit 2003 Pyramidenhügel in Montevecchia/Lombardia, 2008 Pyramidenhügel in Sant'Agata de Goti /Benevento und 2008 Pyramidenhügel in Piediluco,Umbrien.
  6. Möglicherweise gibt es viel mehr solcher Steinpyramiden in Europa, die unter einer Vegetationsschicht begraben sind und daher wie Berge aussehen. Aus der Ukraine kommen Berichte, dass es auf der Krim -Halbinsel mehrere solcher Formationen gäbe, die man auf ein Alter von 5000 Jahren schätzt. In Vladivostok hat ein junger Wissenschaftler, Maxim Yakovenko, 2 Berge als antike Megalithbauwerke identifiziert.                                                                                                                                
  7.  Untersuchungen der Pyramidenhügel Pontassieve/Toskana (Mag.G.Lukacs 11.10.07)

Auf obigem Foto ist die Pyramidenform der Hügel erkennbar sowie die exakten Konturen und die Ausrichtung der Flanken bzw. Kanten

 

Historische Recherchen

Wir wollten zunächst wissen, ob im Gebiet um Pontassieve Spuren antiker Kulturen zu finden sind. Historiker und Archäologen sind sich einig, dass schon die Etrusker und andere Völker vor den Römern, dieses Gebiet am Zusammenfluß von Sieve und Arno besiedelt haben. Pontassieve heißt auf deutsch übersetzt: Brücke über den Sieve. Es war strategisch und militärisch ein günstiger Platz, an der alten Route von Florenz über Arezzo („Via Aretina“) zum Apennin mit der Straße nach Ravenna hinter den Bergen.

Die Etrusker aber waren sicher nicht die ersten Siedler. Schon weit davor gab es die ligurischen Völker, die Mugeller, die hier ihre Spuren hinterließen. Historiker finden Beweise in den heute noch gebräuchlichen Flurnamen (Mugello oder Magelli) rund um Pontassieve. Den wichtigste Beweis für prähistorische Besiedlung am Fluß Sieve in der Nähe der Hügel erbrachten die archäologischen Ausrabungen in Bilancino, die mit Hilfe der C14 Methode die Funde auf ein Alter von 25.000 Jahre datierten. Pollen- und Kohlenstoffanalysen ergaben eine paläolithische Besiedlung von Jägern und Sammlern in wenig bewaldetem Gebiet, mit Feuerstellen, Holz- und Steinwerkzeugen und Werkstätten. Die Siedlung wird der Gravettienkultur zugesprochen. Ein Teil der Ausgrabungen wird im Museum Centro di Documentazione Archeologica di S. Agata (Scarperia, FI) ausgestellt.

Aus den archäologischen Fakten läßt sich zwar eine Siedlungskontinuität zurück bis ins Paläolithikum nachweisen, aber hat diese oder eine nachfolgende Kultur tatsächlich Pyramiden erbaut? Und wenn ja, wann, warum und vor allem wie?

Wir wissen, dass die Kelten wie auch die Etrusker die Unterwelt verehrten und sehr komplexe Begräbnisriten hatten. Jedoch gigantische Bauwerke benützten sie dafür nicht. Ja nicht einmal schriftliche Zeugnisse über ihre Kultur hinterließen sie und die Pyramide als Zeichen oder Emblem wurde bisher nicht gefunden.

 

Könnte es sich um eine noch ältere Kultur, als die der Kelten und Etrusker, handeln?

Foto http://www.strangedays.it/thedarkside/piramiditoscane.html Alessia Serafin/Journalist

NEUE ERGEBNISSE und Parallelen zu den Pyramiden von Montevecchia und Gizeh

Auf Grund der Berichte  der zitierten italienischen Quellen und den Forschungen von Arch.DeGregorio, des Entdeckers der ersten mysteriösen Hügelformation in Montevecchia 2003, haben der  Pyramidenforscher Nenad Djurdjevic aus Bergamo und Mag.Gabriele Lukacs/Wien die Pyramidenhügel untersucht. Sie entdeckten verblüffende Parallelen zwischen Montevecchia und Pontassieve.

1. Die Achsenausrichtung. Die Kanten der Hügel in Montevecchia wie in Pontassieve sind N-S/O-W ausgerichtet. Die Parallele zu Gizeh besteht darin, dass die italienischen Pyramiden um 45° gedreht sind im Vergleich zu den ägyptischen Pyramiden.

2. Der Neigungswinkel könnte ein Hinweis auf die geografische Breite sein: In Montevecchia beträgt er 45°, in Pontassieve 43° und entspricht in beiden Fällen der geografischen Breite , während die Cheopspyramide 52° aufweist und demnach nicht der geograf. Breite von Gizeh entspricht.

3.  Die Höhe des größten Hügels mit 140 m, von Basis zum Gipfel, entspricht exakt der Cheopspyramide und wäre somit mehr als ein erstaunlicher Zufall.

4. Das Baumaterial ist in allen drei Fällen Stein, wobei man sich bis dato nicht sicher ist, ob dieser in situ hergestellt (wie Zement und Beton) oder von Steinbrüchen hintransportiert worden ist.

5. Eine Gemeinsamkeit der Hügel ist., dass vermutlich der natürliche Berg mit Steinen nachmodelliert wurde, während die ägyptischen Pyramiden eindeutig von der Basis aufgebaut wurden.

6. In beiden Ortschaften wurden prähistorische Siedlungen nachgewiesen. 25.000 Jahre alte Gravettienkultur bei Pontassieve und 60.000 Jahre alte Neandertalerfunde bei Montevecchia.

 

Trotz aller Gemeinsamkeiten und Parallelen beweist nichts eindeutig die Existenz von Pyramiden. Allein die Luftaufnahmen sprechen eine eindeutige Sprache. (siehe Foto oben )

Abschließend können wir sagen: es existieren zumindest an 2 Plätzen in Italien gigantische, vermutlich prähistorische Stein-Strukturen unter einer Vegetationsschicht, die Pyramiden frappant ähneln. Und zwar an Orten, an denen eine mindestens 25.000 –60.000 Jahre alte Besiedlung nachgewiesen wurde. Diese Pyramidenhügel haben mehrere Charakteristika gemeinsam.

§ Zunächst die 3er Anordnung, die Austrichtung und den Neigungswinkel.

§ Weiters das Baumaterial, nämlich tonnenschwere Steinblöcke, die möglicherweise künstlich hergestellt bzw. aus dem natürlichen Hügel geformt wurden.

§ Die Existenz von antiken Stufen, Treppen und Rampen und meist Reste von Tempeln und Altären.

§ In der Umgebung dieser Monumentalbauten finden sich Häuser, deren Grundmauern aus uralten Steinquadern oder –platten erbaut sind und die laut Eigentümer immer schon da gewesen wären.

§ Wald-und Forstwege sind ausgelegt mit ebendiesen Steinplatten und werden als römische bzw. keltische Handelswege (fehl)interpretiert.

§ Interessant sind die gleichlautenden Mythen und Volksmärchen. 

 

Vergleich der Pyramiden von Gizeh und Pontassieve

Foto http://www.strangedays.it/thedarkside/piramiditoscane.html 

Quellen: Satellitenfoto NASA, google earth

Centro di Documentazione Archeologica di S. Agata (Scarperia, FI) http://www.strangedays.it/thedarkside/piramiditoscane.html

 

 

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